Nicht backen sondern Haarewaschen - Roggenmehl als Shampooersatz. Ganz einfach ganz tolle Ergebnisse


Kennen Sie das, Sie stehen vor dem Spiegel und bemerken, dass nach nur wenigen Tagen die Haare schon wieder fettig sind. Sie hängen am Gesicht herunter und nichts geht mehr? Kein Föhnen, kein Trockenschampoo, nichts hilft mehr? Genau da war ich auch. Ich wusch mir die Haare fast alle 3-4 Tage oder band sie mir einfach zu einem Knoten, so dass man nicht mehr sehen konnte, wie fettig sie waren. Es war ein Trauerspiel. Jede Woche dasselbe. Am ersten Tag waren sie wunderschön und dann ... ich konnte schon fast die Stunden zählen, bis ich wieder bemerkte, wie sie einfach an Volumen und Kraft verloren. Ich versuchte wirklich viele, sehr viele Produkte, von komplett chemisch bis komplett natürlich. Doch nichts half wirklich. Jedes Schampoo das versprach, Volumen und Fülle zu bringen, brachte es wieder nur wenige Tage und schon waren meine Haare wieder fettig. Doch nicht nur ich hatte das Problem, nein auch viele meiner Kolleginnen und Kollegen kannten das Problem. Doch warum? Konnte das wirklich stimmen, was die ältere Generation da immer sagte, von wegen man solle seine Haaren nicht die natürliche Fettschicht entziehen? Man hört immer wieder davon - Giftstoffe und Reizstoffe in Shampoos und Conditioner. Microplastik und vieles mehr, dass nicht nur die Meere verschmutzt, sondern auch unsere Kopfhaut zerstört. Doch was ist es genau was uns reizt? Das große Problem: Sodium Lauryl Sulfate (SLS), Sodium Laureth Sulfate (SLES) oder Sodium Myreth Sulfate. Sie zerstören die natürliche Fettschicht der Haut und lassen Haare und Hornschicht aufquellen. Zusätzlich wirkt es reizend und führt häufig zu Hautirritationen.

Hier in diesem PDF, dass die Seite "FEINESEELE" zusammengestellt hat, finden sie noch weitere Giftstoffe die in fast jedem regulären Shampoo enthalten sind. Ohne jetzt noch grosse Umschwänker zu machen, möchte ich Ihnen die Lösung zeigen, die mir und meinem Mann sehr geholfen hat. Und Sie können mir glauben, es hat mich ziemliche Überwindung gekostet es auszuprobieren. Es ist das ganz normale Roggenmehl, nicht das Vollkorn-Roggenmehl, sondern das feine. Und wie Sie es anwenden um Erfolg zu haben, zeige ich hier.


Zuerst einmal unsere Ausgangslage:

Die Haare sind wirklich schon überfettig und meinen Mann juckt die Kopfhaut schon länger.


Nun ist die Zeit gekommen - das Roggenmehl zu holen.

Was braucht man für längere Haare (wenn man nur den Ansatz waschen möchte oder kürzere Haare hat, nimmt man am besten nur die Hälfte):

  • ca. 100g Bio Roggenmehl (z.B. dieses hier) je nach Länge der Haare mehr oder weniger nehmen. Für meinen Mann brauche ich oft nur die Hälfte, für mich reichen ca. 100g aus.

  • Leitungswasser ca. 350 ml

  • 2 EL Zitronensaft (ganz essentiell)

Wir benutzen ein grosses, leeres Schraubglas. Man kann aber auch ein anderes gut verschliessbares grosses Gefäss nehmen. Alle Zutaten müssen darin gut vermischbar sein. Behälter mit 350 ml Wasser, Zitronensaft und dem Mehl auffüllen, gut schütteln, damit sich eine schleimige Masse bildet. Kräftig schütteln, bis sich keine Klümpchen mehr bilden. "Roggen-Shampoo" zur Seite stellen. Haare zuerst gründlich mit Wasser vorspülen. Nun können Sie die Mischung langsam auf Ihren Haaren verteilen. Bei kurzen Haaren, wie die meines Mannes, geht es etwas leichter und schneller als bei langen Haaren. Massieren Sie die Mischung gut und gründlich ein. Es sollte vor allem darauf geachtet werden, die Mischung auch hinter den Ohren und im Nacken sowie oben auf dem Scheitel zu verteilen und gründlich einzumassieren. Nun kann die Mischung so auf dem Kopf gute 5min belassen werden. Sie können unterdessen alles andere machen was zu machen ist ;).

Wenn die 5min um sind, waschen Sie die Roggelmehl-Mischung gründlich aus. Durch den Zitronensaft wird die Mischung viel leichter aus dem Haar gelöst, doch braucht es dennoch ca. 2-3min, bis alles aus den Haaren ausgewaschen ist. Je mehr Übung Sie haben desto schneller geht es.


Und nun das Endergebnis. Mein Mann und ich waren wirklich erstaunt, so tolle und kräftige Haare mit so einem natürlichen Volumen hatte wir beide schon lange nicht mehr.


Fazit:

Die Haare sind länger schön, fest und fettfrei. Sie sind kraftvoller als bei üblichen Waschmitteln und halten länger ihre Form. Die Haare richen im getrockneten Zustand neutral. Kein unangenehmer Geruch! Da wir bald auf eine längere Reise gehen, mussten wir uns für die Reise im Camper ein natürliches Shampoo zulegen - doch, es war enttäuschend. Das Ergebnis war bei weitem nicht dasselbe wie beim Roggenmehl. Schnell fanden die fettigen Haare wieder den Weg auf unseren Kopf. Unser Fazit, versuchen Sie es - es ist die kleine Mühe wirklich wert und man weiss, was man schlussendlich auf dem Kopf hat ist nicht nur gesund, sondern stärkt das Haar und versorgt es mit Nährstoffen.

Tipps und Tricks:


1. Richtige Anwendung und Tipps

Die Roggenmehl-Mischung über Nacht im Glas einwirken lassen und es am nächsten Tag auftragen, so kann das Mehl seine Närstoffe richtig in die Mischung abgeben und das Haar erhält eine richtige Kur. Zudem lässt es sich noch besser auswaschen - für solche die Angst vor Mehlresten im Haar haben, wäre das eine super Lösung. Wer an den Haarspitzen zu stark trockenem Haar neigt, kann die Mischung auch nur auf die obere Kopfhälfte einmassieren und die untere Hälfte mit Wasser waschen, das hilft.

2. Kalte Spülung Wer seine Haare nach dem Waschen noch mit einer sauren, kalten Spüle waschen möchte, kann dies mit 1l kaltem Wasser und etwas Zitronensaft (ca. 5-6 EL) machen. Dazu alles zusammenmischen und über das gewaschene Haar geben, etwas verteilen und NICHT ausspülen sondern so belassen. Somit schliesst sich die Schuppenschicht des Haares wieder und lässt die Haare schön glänzen.

3. ACHTUNG! Bitte kein anderes Mehl als Roggenmehl nehmen. Alle anderen Mehlsorten enthalten viel zu viel Glutenanteile und verkleben das Haar.

  • Weiß Instagram Icon
  • White Facebook Icon
  • White YouTube Icon