Let the Pain be a Past - Menstruationsbeschwerden lindern und heilen mit natürlichen Massnahmen

Updated: Jun 14, 2019


Ich kenn, in meinem Umkreis, keine Frau die diese schmerzliche Erfahrung noch nicht gemacht hat. Menz-Schmerzen! Viele Schweigen darüber und nur wenig hilft wirklich. Oft heisst es von den Ärzten, dass man da durch muss, in ein paar Tagen ist eh alles wieder vorbei und man wird mit Medikamenten abgefertigt. Doch ist das die einzige Möglichkeit? Viele Frauen nehmen schon seit Jahren nicht steroidale Medikamente ein, meist mehr als das sie überhaupt dürften, nur um dem Schmerz endlich ein ende zu setzen.

Die Wissenschaft hätte dabei schon länger eine Lösung, doch warum kommt es nicht an die Öffentlichkeit? Meine Theorie - man müsste die Wirtschaft verändern. Die Medikamente wären nicht mehr so beliebt und die Tierindustrie würde darunter leiden. Nichts desto Trotz möchte ich Ihnen nun eine Lösung aufzeigen die Ihnen weiterhelfen wird.


Woher kommen die Schmerzen In den 1960er, fand man heraus das die Prostaglandine einen Zentralen Part der Probleme ausmachen. Diese Prostagladine werden aus gespeicherten Fetten in den Zellmembranen hergestellt und verursachen Entzündungen. Prostaglandine werden auch in anderen Bereichen im Körper eingesetzt.


Exkurs: Die Prostagladine erhielten ihren Namen von Ihrem Findungsort des Sekrets der Prostata. Man fand später aber heraus, dass diese Gewebshormone in nahezu allen Organen vorkommen. Die Prostagladine werden von der Arachidonsäure produziert und stammen aus der Klasse der Eikosanoide (das sind hydrophobe hormonähnliche Substanzen die aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren gebildet werden). Sie spielen eine Rolle in der lokalen Schmerzvermittlung sowie als Mediator für die Wirkungsweise der Hormone und der integrativen Funktion bei der Entstehung von Fieber bei Entzündungen.

Kurz vor dem Beginn der Periode muss sich der Uterus auf ein mögliches Einnisten der evtl. befruchteten Eizelle vorbereiten. Dies geschieht durch die Verdickung der Schleimhaut des Uterus (Endometrium). Durch diesen Vorgang produzieren die Schleimhautzellen eine grosse Anzahl an Prostaglandine. Wenn diese Zellen durch das Einsetzen der Periode auseinander brechen, werden die Prostagladine freigesetzt. Durch das Freisetzen verengen sie die Blutgefässe im Uterus und verursachen so schmerzhafte Krämpfe. Wenn die Prostagladine in den Blutkreislauf gelangen, können sie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen.


Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei Frauen mit Menstruationsbeschwerden die Schleimhautzellen mehr Prostagladinen produzieren, auch ist der Gehalt solcher im Blut um einiges erhöhter als bei Frauen ohne Menstruationsproblemen. Die meisten Ärzte verschreiben bei solchen Beschwerden nicht stereodiale Schmerzmedikamente wie Ibuprofen und desgleichen. Diese helfen, da sie die Prostagladinproduktion im Körper hemmen. Die Verhütungspillen, die so oft von jungen Frauen gegen ihre unreine Haut oder gegen Beschwerden bei der Menstruation verwendet werden, wirken ähnlich. Diese reduzieren das Wachstum der Schleimhautzellen und somit auch die Produktion der Prostagladine.


Nun kommen die Östrogene ins Spiel. Diese Hormone wirken für das Zellenwachstum. Sie bewirken auch das Wachstum der Schleimhautzellen, die wiederum die Prostagladine produzieren. Die Östrogene sind im weiblichen Körper unerlässlich. In jungen Jahren sorgen sie für die weiblichen Formen des Körpers und spielen beim monatlichen Zyklus eine entscheidende Rolle. Östrogene steigen und fallen im monatlichen Zyklus. Am Anfang ca. zwei Wochen lang steigen sie und fallen dann wieder um den Eisprung herum, danach steigen sie in der zweiten Hälfte des Zykluses wieder an.

Lösung des Problemes - die Ernährung Sie wissen nun, warum Sie jeden Monat unter diesen Schmerzen leiden müssen. Doch was hilft? Gerne gehen wir nun auf diese Frage ein. Wie oben schon erwähnt handelt es sich bei diesen Beschwerden um einen Überschuss oder eine Überproduktion an Prostagladinen - und im Umkehrverfahren um einen zu hohen Östrogenhaushalt. Um diesen Östrogenwert zu senken, können Sie verschiedene Nahrungsmittel konsumieren oder meiden. Die Wissenschaft hat belegt, dass Fette - ob tierisch oder pflanzlich, spielt keine grosse Rolle, den Östrogenlevel im Körper erhöhen. Je mehr Sie also fettreiche Nahrung zu sich nehmen (Fischfett, Hünchenfett, Olivenöl, Nussbutter, etc.), desto höher steigt ihr Östrogenwert. Reduzieren Sie als aller erstes Ihren Fettkonsum. Schon innerhalb eines Monatszyklus wird Ihr Östrogenlevel sinken. Aber sie senken nicht nur Ihre Schmerzen, sondern auch die Risiken an Brustkrebs zu erkranken. Brustkrebszellen werden durch das Östrogen-Wachstumshormon angeregt. Nimmt dieser Wert im Blut ab, nimmt gleichzeitig auch das Brustkrebsrisiko ab. Sie schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe.

Auch der Konsum von Ballaststoffreichen Nahrungsmitteln sorgt für eine Reduktion von Östrogenen. Die Östrogene werden normalerweise über den Blutkreislauf durch die Leber gefiltert. Die Leber wiederum sendet es durch den Gallengang in den Darm-Trackt. Da fängt das Zusammenspiel mit den Ballaststoffen an. Die Ballaststoffe wirken hier wie ein Schwamm, sie saugen die sich im Darm-Trackt befindenden Östrogene auf und leiten diese mit dem Stuhlgang aus. Man erkennt, wie wichtig es ist genügend Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Fehlen diese im Darm-Trackt, können die nicht aufgenommenen Östrogene wieder in den Blutkreislauf gelangen und erhöhen hier wieder den Östrogen-Gehalt und somit das Risiko auf Brustkebs und schmerzhafte Perioden.


Essplan Do's and Dont's

Um die volle Wirkung der "Therapie" zu erreichen, müssen Sie dem Ernährungsplan strikt und genau folgen, sonst werden Sie die volle Wirkung nicht erreichen. Essen Sie reichlich von diesen Nahrungsmitteln: Vollkornprodukte: Vollkornreis, Vollkornbrot und Vollkorn Haferflocken etc.

Gemüse: Broccoli, Spinat, Karotten, Süsskartoffeln, Mangold, Rosenkohl und weiter ...

Hülsenfrüchte: Bohnen, Linsen and Erbsen

Früchte

Verzichten Sie komplett auf:

Tierische Produkte: alle, auch Milch, Eier, Käse und Fleisch jeglicher Art und Verarbeitungsgrad

Zugefügte pflanzliche Öle: in Salatsaucen, Margarine und jegliche Öle zum Kochen oder Braten

Fritierte oder gebratene/gebackene Produkte: wie Dougnuts, Pommes, Chips, Erdnussbutter und des gleichen


Ich weiss, dass es sehr hart erscheint, aber Ihr Benefit daraus wird Sie überzeugen. Achten Sie darauf, dass Sie wirklich keine dieser Produkte oder desgleichen essen. Schon eine kleine Menge davon kann Ihren monatlichen Zyklus verschlechtern. Bitte essen Sie Ihre Produkte so naturbelassen wie möglich und entscheiden Sie sich immer für die vollwertige Alternativen.


Calcium-Präparate

Tests haben gezeigt, dass ein optimal ausgeglichener Calciumhaushalt bei leichten bis mittleren Zyklusbeschwerden und PMS-Symptomen helfen kann. Ein täglicher Konsum von 1.000 mg pro Tag reduziert beides, Schmerzen und PMS Symptome. Dies hat eine Studie mit dreiunddreissig Frauen gezeigt. Eine andere Studie zeigte, dass eine Zuführung von Calcium mit Magnesium zu einer signifikanten Verbesserung der Symptome führte.

Leider verlieren wir durch den westlichen Lebensstil eine Menge an Calcium. 60-70% unseres Calcium-Konsumes wird von unserem Körper nicht absorbiert (verwertet) und ein Teil des absorbierten Calciums wird mit dem Urin ausgeschieden.

Nun was heisst das jetzt? Das heisst, wir müssen zusehen, dass wir unsere Calzium-Absorbtion erhöhen können. Dies geht dann, wenn wir alles vermeiden was die Absorbtion verhindert.


Darunter gehören:

  • ein zu hoher Salz- oder Zucker-Konsum

  • Kaffe

  • Alkohol

  • Tabak

Vermehren Sie oder achten Sie auf einen genügend hohen Status an Vitamin D und genügend Bewegung (min. 30min zügiges Laufen am Tag).


Essen Sie vermehrt grünes Blattgemüse und Hülsenfrüchte. Diese sorgen für einen genügenden Calcium-Konsum.

Hier einige der meisten Calciumlieferanten:

getrocknete Feigen (10 Stücke) 269 mg

Sojabohnen (1 Tasse, gekocht) 175 mg

Tofu (1/2 Tasse) 258 mg Rosenkohl (1 Tasse, gekocht) 102 mg gebackene Bohnen (1 Tasse) 128 mg


Spinat hat so es scheint viel Calcium, leider tendiert der Spinat, das Calcium nicht abzugeben, somit können wir nicht genügend davon absorbieren.


Brokkoli, Rosenkohl, Kohl, Senfgrün, Mangold und anderes Grün sind geladen mit gut absorbierbarem Calcium. Essen Sie davon genügend und geniessen Sie es.

Omega 3

Man hat herausgefunden, dass Omega-3-Fettsäuren die Produktion von gesundem und anti-entzündlichem Progesteron fördert. Frauen, die Omega 3 reiches Essen essen, haben weniger Menstruationsprobleme als solche, die ein unbalanciertes Omega 6 zu Omega 3 Verhältnis zu sich nahmen.

Phytoestrogene

Phytoestrogene klingen zwar wie Estrogene, sie sind aber keine wirklichen Estrogene. Sie haben die Kapazität gewisse Estrogen-Rezeptoren im Körper zu blockieren. Ja eigentlich blockieren sie das schlechte Estrogen und erhöhen stattdessen das verhältnismässig gute im Körper. Also erhöhen wir mit der Einnahme von Phytoestrogenen nicht die Menge an Estrogenen sondern nur das Verhältnis zwischen guten und schlechten Estrogenen und das ist der Grund, warum Phytoestrogene gegen Krebs helfen.


Also auch ihr lieben Männer braucht keine Angst vor den Phytoestrogenen zu haben, denn sie erhöhen nicht euer schon vorhandenes Estrogen, sondern gleichen es mit guten Estrogenen aus. Im Bezug auf die Menstruationsschmerzen haben sie natürlich wie beim Krebs auch eine positive Wirkungen. Dies kann die monatlichen Schmerzen reduzieren und hilft gleichzeitig auch gegen Brustkrebs.

TIPP: Auch Frauen in der Menopause profitieren davon, denn Phytoestrogene können auch die Auswirkungen von Hitzewallungen und Menopausalen-Symptomen reduzieren .

Mein Tipp an Sie, konsumieren Sie gesunde, phytoestrogenhaltige Nahrungsmittel wie: Soja, Miso und Tofu. Aber auch andere Gemüse und Früchte enthalten Phytoestrogene. Probieren Sie es aus.


Quelle: Neal Barnard, M.D. Book: Foods, that fight pain

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