Die altbewährte Ringelblume

RIngelblumen-Salbe kennen viele - doch diese zarte Blüte kann noch viel mehr ...


Worterklärung:

Calendula wird abgeleitet von Calendej (Monate), weil die Pflanze fast das ganze Jahr über blüht (Januar bis Oktober). Verwandt ist diese wunderschöne Blume mit der Margarite, Gänseblümchen etc. den Korbblütern, deshalb, weil die Blüten aus einem Korb herauswachsen.


Wirkungsweise:

Das Zusammenspiel der verschiedenen Inhaltsstoffe wie, Triterpensaponine, Flavonoide und den ätherischen Ölen, wirken nicht nur wundheilungsfördernd, sondern auch entzündungsfördernd. In Studien wurden ausserdem weitere interessante Wirkungen festgestellt, sie ist zudem viren- und pilztötend (viruzid und fungizid), wirkt gegen Mikroorganismen also antimikrobiell und stärkt das Immunsystem.


Laut Volksmedizin sind auch schlecht heilende Wunden und Schleimhautentzündungen im Mund und Rachen weitere Anwendungsgebiete, bei denen die Ringelblume grossen Erfolg feierte. Auch bei Sonnenbrand, Frostbeulen, Krampfadern, Furunkel, Ekzeme und Hämorrhoiden wurden schon viele Erfolge erzielt.


Ernte:

Ernten Sie immer die ganze Blühte, inkl. dem Kelch, da sich die Wirkstoffe auch im Kelch befinden. Zur Ernte lieber die orangen Blüten auswählen, denn sie haben mehr Karotin und sind daher auch heilkräftiger. Am besten frische Blüten verwenden. Blüten müssen an einem sonnigen Tag geerntet werden, damit keine Feuchtigkeit enthalten ist.



Verarbeitungsmethoden:

Kalte Methode:

Ringelblüten klein schneiden und in ein Schraubglas locker einfüllen. Dann mit dem Olivenöl soweit auffüllen, bis die Blüten bedeckt sind. Das Ganze sollte bei Raumtemperatur zwei bis drei Wochen stehen bleiben. Den Schraubdeckel nicht schon am ersten Tag draufschrauben. Besser die erste Woche mit einem Tuch und Gummi abdecken, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.


Heisse Methode:

Ringelblüten klein schneiden und anschliessend in ein feuerfestes Glas füllen. Dann giesst man Olivenöl darüber bis sie bedeckt sind. Jetzt stellt man es in ein Wasserbad. Dazu befüllt man einen Topf mit etwas Wasser und legt einen Lappen hinein, damit das Glas am Boden nicht klappert. Mit einem Thermometer die Temperatur im Glas kontrollieren. Sie sollte nicht über 70 Grad gelangen. Dies ca. 20 Minuten so erhitzen. Nach 20 Minuten das Glas mit einem Tuch und Gummiband abdecken und einen oder zwei Tage stehen lassen. Nach dieser Zeit nochmals kurz im Wasserbad für 70 Grad erhitzen. Alle Utensilien vorher mit Alkohol abwischen. Dann das Ganze durch einen Teefilter abfiltern und in ein Glas füllen.


Auf 100g Öl nimmt man 10g Bienenwachs. Am besten Bienenwachsperlen benützen, da sie besser dosierbar sind. Das Öl nur soweit erhitzen, bis die Perlen schmelzen. Danach noch einige Tropfen (ca. ½ TL) Propolis dazugeben. Propolis ist das Kittharz der Bienen und ist stark antibakteriell, entzündungshemmend und keimhemmend. Was die Haltbarkeit der Salbe verbessert. Alles in lichtdichte Gläser abfüllen.


Tipp:

1. Man kann das Kokosfett schmelzen und so eine Salbe herstellen. Diese dann bei Zimmertemperatur wieder hart werden lassen.

2. Verschiede Düfte können mit Tropfentinktur beigefügt werden. Z.B. Lemongras, Vanille etc.

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