Devotional reflection - Matthäus 6:25-33

Unnütze Sorgen

25 Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?

26 Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

27 Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen?

28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht;

29 ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.

30 Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen?

31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden?

32 Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.

33 Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

34 Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage.


Zum Vertiefen:

Sich nicht Sorgen heisst aber nicht, dass wir nicht um unser täglich Brot Arbeiten müssen. Luk. 10,7; Spr. 6,6; 2. Thess 3,12

"Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.” 1.Petrus 5,6.7


Was ist Gottes Reich? Geistlich: Röm 14,17; 1Kor 4,20; Mk 1,15 Physisch: Mk 9,1; Mk 14,25; Lk 7,28


Die Gerechtigkeit Gottes wird in folgenden Texten beschrieben:

1. Mose 15:6; 5. Mose 6:25; 5. Mose 9:4-6; 5. Mose 16:20; Hiob 31:6; Psalm 4:2, 5:9, 22:32, 35:28, 36:11, 51:16


Die Gerechtigkeit Gottes ist das weisse Kleid, dass er uns durch Christus schenken möchte - es ist Christi Gerechtigkeit sein reines, vollkommenes Lebens, dass er gelebt hat. Er möchte es uns schenken. Wenn wir also jeden Tag, Christus vor Augen haben und uns nach seiner Gerechtigkeit und seinem Reich sehnen und unser Leben danach ausrichten, wird er sich um alles andere in unserem Leben kümmern. Doch das Kleid Christi anziehen heisst auch zu leben wie Christus es tat, denn wessen "Uniform" man anzieht, so sollte man auch leben. Unser ICH muss sterben und Christus muss leben in uns.

Ellen White schreibt darüber:

Anstrengungen können Einfachheit nicht nachmachen. – Hier zeigt er, selbst wenn Menschen sich bis zur Erschöpfung abmühen, um sich selbst bewundern zu lassen: was sie so hoch einschätzen, ist unvergleichbar mit den Blumen des Feldes. Selbst diese einfachen Blumen, von Gott geschmückt, würden die prachtvolle Kleidung Salomos in den Schatten stellen (MS 153, 1903).


Eine Vorstellung von Gottes Führsorge. – Wenn die Lilien des Feldes Gegenstand solcher Sorgfalt des Meisterkünstlers sind und er sie so wunderbar schmückte, dass sie die Herrlichkeit Salomos, des grössten Königs, der je das Zepter hielt, übertrumpfen, wenn das Gras des Feldes zu einem schönen Teppich der Erde geschaffen ist, können wir erahnen, welche Sorgfalt Gott am Menschen walten lässt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat? (Brief 4, 2896).


Jede Blume drückt Liebe aus. – Der grosse Meisterkünstler lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die stummen Blumen des Feldes und weist auf die herrlichen Farbtöne und die Vielfalt der Schattierungen einer Blüte hin. So hat Gott sein Geschick und seine Sorgfalt offenbart. So möchte er seine grosse Liebe zeigen, die er für jeden Menschen hat. Jede Blume ist ein Ausdruck der Liebe Gottes (Brief 24, 1899).


Die Blumen des Feldes in ihrer endlosen Vielfalt dienen stets der Freude der Menschenkinder. Gott selbst nährt jede Wurzel, auf dass er seine Liebe allen ausdrücke, die sich durch das Werk seiner Hände erweichen und unterordnen lassen. Wir benötigen keine künstlichen Schaustellungen. Gottes Liebe ist durch seine wunderbare Schöpfung dargestellt. Dieses bedeutet mehr als viele annehmen (Brief 84, 1900). 28-30.


Eine Lehre des Glaubens. – Obwohl der Fluch über die Erde ausgesprochen wurde, so dass sie Dornen und Disteln hervorbrachte, wachsen doch Blüten auf den Disteln. Die Welt ist nicht nur voller Sorge und Elend. Gottes grosses Buch der Natur ist uns zum Studium geöffnet, und daraus sollen wir eine grössere Vorstellung von seiner Grösse und unübertrefflichen Liebe und Herrlichkeit gewinnen. Der die Fundamente der Erde legte, der die Himmel schmückte und den Sternen ihre Bahnen zuwies, der die Erde mit einem lebendigen Teppich bekleidete und ihn mit lieblichen Blumen jeder Schattierung und Art verzierte, möchte, dass seine Kinder sein Werk wertschätzen und sich an der einfachen, stillen Schönheit erfreuen, womit er ihr irdisches Heim verschönerte. Christus trachtete danach, die Aufmerksamkeit seiner Jünger vom Künstlichen zum Natürlichen hinzulenken: „So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, oh ihr Kleingläubigen?“ Weshalb bedeckte unser himmlischer Vater die Erde nicht mit braunen oder grauen Wiesen? Er wählte die Farbe, die beruhigen, die für die Sinne am zuträglichsten war. Wie es das Herz erfreut und den müden Geist erfrischt, die Ernte anzuschauen: gekleidet in Gewändern von lebendem Grün! Ohne diesen Teppich wäre die Luft voller Staub und die Erde gleich einer Wüste. Jeder Grashalm, jede sich öffnende Knospe und jede Blüte ist ein Zeichen der Liebe Gottes und sollte uns Glauben und Vertrauen in ihm lehren. Christus lenkt unsere Aufmerksamkeit auf deren Schönheit und versichert uns, dass die herrlichsten Prachtkleider des grössten Königs, der je ein irdisches Zepter trug, nicht der Pracht gleicht, welche die geringste Blume trägt. Die ihr euch nach künstlicher Pracht sehnt, welche Reichtum allein zu kaufen vermag: teure Gemälde, Möbel, Kleidung – hört auf die Worte des göttlichen Lehrers! Er verweist euch auf die Blumen des Feldes, von einfacher Beschaffenheit, die menschliches Geschick nicht herzustellen vermag (RH, 29. Okt. 1885).


Das bessere Leben S. 67 - „Habt acht auf eure Frömmigkeit, daß ihr die nicht übt vor den Leuten, auf daß ihr von ihnen gesehen werdet“ - Nicht deine Gebete, die Erfüllung deiner Pflichten, deine Wohltaten, deine Selbstverleugnung werden dann im Mittelpunkt all deines Denkens und deiner Gespräche stehen, sondern Jesus wird verherrlicht werden. Das Ich wird verschwinden, Christus dagegen alles und in allem sein. {BL 68.3; MB.80.5}


S. 70 - „Wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler“ - Durch Gemeinschaft mit unserem Herrn und seine Nachfolge werden wir ganz gewiß in Barmherzigkeit, Reinheit und Inbrunst wachsen. Wir werden zu Betern werden. Wir werden eine göttliche Erziehung empfangen und all das in unserem Leben mit Fleiß und Eifer an den Tag legen. {BL 71.5; MB.85.1}


Die Seele, die sich täglich in ernstem Gebet zu Gott um Hilfe, Beistand und Kraft wendet, wird edlen Eingebungen folgen, klare Erkenntnis von Wahrheit und Pflicht besitzen, aus edlen Beweggründen handeln und fort und fort nach Gerechtigkeit hungern und dürsten. Durch fortwährende Verbindung mit Gott wird uns im Verkehr mit unseren Mitmenschen die Fähigkeit zuteil, ihnen das Licht, den Frieden und die Ruhe zu vermitteln, die in unseren Herzen die Herrschaft haben. Die Kraft, die wir aus dem Gebet zu Gott schöpfen, macht uns im Verein mit dem anhaltenden Bestreben, vorsichtig und achtsam zu sein, für unsere täglichen Pflichten geschickt und bewahrt unserem Geiste unter allen Umständen den Frieden. {BL 72.1; MB.85.2}


S. 73 - „Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler“ - Was zur Ehre Gottes getan wird, soll mit Freudigkeit und nicht mit Trauer oder Unlust geschehen. Die Religion Jesu ist nicht düsteren Wesens. Wenn Christen durch eine traurige äußere Erscheinung den Eindruck erwecken, daß sie von ihrem Herrn enttäuscht worden seien, geben sie von ihm ein ganz falsches Bild und liefern seinen Feinden Beweise aus. Wenn sie auch mit dem Munde Gott ihren Vater nennen mögen, vermitteln sie doch der Welt durch ihr trauriges, kummervolles Aussehen den Eindruck, als ob sie Waisen seien. {BL 74.2; MB.88.1}


S. 75-76 - „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden“ - Christus, der erhabene Mittelpunkt, der alle Herrlichkeit ausstrahlt, sieht in seinem geheiligten und vollendeten Volke den Lohn seiner vielen Leiden, seiner Demütigung und Liebe, ja die notwendige Ergänzung zu seiner Herrlichkeit. {BL 75.5; MB.89.3}


… Wenn am Jüngsten Tage die Reichtümer dieser Erde vergehen, werden alle, die im Himmel Schätze gesammelt haben, ihres Lehensgewinnes innewerden. Haben wir die Worte Christi befolgt, dann werden wir, während wir uns um den erhabenen weißen Thron scharen, Seelen erblicken, denen wir ein Mittel zur Seligkeit waren; von diesen werden wir erfahren, daß sie wieder andere und jene noch andere gerettet haben: welch große Schar im Ruhehafen durch unsere Mühe! Und sie alle legen ihre Kronen Jesu zu Füßen und preisen ihn von Ewigkeit zu Ewigkeit. Mit welcher Freude wird der Mitarbeiter Christi diese Erlösten schauen, die an der Herrlichkeit des Erlösers teilhaben! Wie köstlich wird die Seligkeit denen schmecken, die ihre Aufgabe, Seelen zu retten, treu ausführten! {BL 76.3; MB.90.2}


S. 77-78 - „Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein“ - Der Heiland will hier auf die Ehrlichkeit in unseren Absichten und auf die ungeteilte Hingabe an Gott den Nachdruck legen. Wer aufrichtig und zielstrebig die Wahrheit zu erkennen und ihr um jeden Preis zu gehorchen sucht, dem wird göttliche Erleuchtung zuteil werden. {BL 77.1; MB.91.2}


Wahre Frömmigkeit beginnt dort, wo jede Freundschaft mit der Sünde aufhört. … Wo aber das Auge durch Eigenliebe geblendet ist, da ist eitel Finsternis. … Unterliegen wir einer Versuchung, so beginnt das damit, daß wir zu schwanken beginnen und unser Glaube an Gott ungewiß wird. Können wir uns nicht entschließen, uns völlig Gott zu weihen, dann sind wir im Finstern. Machen wir irgendeinen Vorbehalt, so lassen wir eine Tür offen, durch die der Teufel eindringen und uns durch seine Versuchungen irreleiten kann. Er weiß, wenn er unseren Blick verschleiern kann, so daß das Glaubensauge Gott nicht mehr zu schauen vermag, dann sind wir auch nicht mehr vor der Sünde geschützt. {BL 77.4; MB.92.1}


Beherrscht uns eine sündige Begierde, so ist das ein Zeichen innerer Verblendung. Jedes Nachgeben einem solchen Verlangen gegenüber bestärkt die innere Abneigung gegen Gott. Wenn wir den vom Teufel bezeichneten Pfad verfolgen, umfangen uns die Schatten des Bösen. Jeder Schritt führt uns in tiefere Nacht und verstärkt die Blindheit unseres Herzens. {BL 77.5; MB.92.2}


… Durch beständiges Einwilligen in die Sünde, durch absichtliche Mißachtung alles Flehens der göttlichen Liebe verliert der Sünder die Liebe zum Guten, das Sehnen nach Gott, ja selbst die Fähigkeit, himmlischer Erleuchtung teilhaftig zu werden. Wohl ergeht immer noch voller Liebe die Gnadeneinladung, wohl scheint das Licht Gottes immer noch so hell wie am ersten Tage, als es seine Seele erleuchtete; doch die Stimme kommt an taube Ohren, das Licht an blinde Augen. {BL 78.1; MB.92.3}


Kein Mensch wird je ganz und gar von Gott verlassen oder bleibt allein auf seinem Wege, solange noch die geringste Hoffnung auf Rettung besteht. Der Mensch wendet sich von Gott, aber Gott nicht von ihm. Unser himmlischer Vater geht uns so lange mit Bitten, Warnungen und Mitleid nach, bis alle Möglichkeiten erschöpft sind. Der Sünder trägt die Verantwortung für sein Schicksal. {BL 78.2; MB.93.1}


Wer heute dem Geist Gottes widerstrebt, macht sich verschlossen für den mächtigeren Einstrom des Lichts, der an einem anderen Tag kommen mag. So schreitet er von einer Stufe des Widerstrebens zur anderen, bis er schließlich lichtunempfänglich wird und in keiner Weise mehr etwas vom Geiste Gottes verspürt. Und damit ist auch „das Licht in dir“ Finsternis geworden. Sogar die Erkenntnis von Wahrheit ist alsdann so getrübt, daß sie die innere Blindheit nur noch vergrößert. {BL 78.3; MB.93.1}


S. 78-80 - „Niemand kann zwei Herren dienen“ - Zwischen dem Bereich Gottes und dem Bereich des Mammons gibt es keinerlei Verbindung oder Beziehung. Gerade wo das Gewissen den Christen mahnt, geduldig zu sein, sich zu verleugnen, abzuwarten, da überschreitet der Weltmensch die Grenze, um seinen selbstischen Neigungen zu frönen. … Wer sich nicht ganz Gott dem Herrn weiht, steht im Bereich einer anderen Macht, hört auf eine andere Stimme, deren Eingebungen aus ganz anderem Geiste kommen. Geteilter Dienst stellt den Menschen in den Bannkreis des Feindes und macht ihn zum erfolgreichen Verbündeten im Heer der Finsternis. Wenn Menschen, die Streiter Christi zu sein behaupten, solchen Bund mit dem Teufel machen und sein Werk fördern helfen, dann sind sie ganz gewiß Feinde Christi. Sie verraten den heiligen Glauben. Sie stellen ein Bindeglied zwischen Satan und den echten Kämpfern Christi dar. Ihrer bedient sich der Feind, dem Herrn die Herzen seiner Streiter abwendig zu machen. {BL 79.1; MB.94.1}


Das stärkste Bollwerk des Lasters ist nicht das Frevelleben des ausgemachten Sünders oder des Abschaums der menschlichen Gesellschaft, sondern das tugendhaft, edel und ehrbar scheinende Leben des Menschen, der im Verborgenen der Sünde frönt und das Laster nährt. Einer Seele, die im stillen gegen übermächtige Versuchungen anzukämpfen hat und schon unmittelbar am Rande des Verderbens steht, ist ein solches Beispiel ein mächtiger Anreiz zur Sünde. Wenn jemand von Leben, Wahrheit und Ehre hohe Begriffe hat und dennoch eines der heiligen Gebote Gottes absichtlich übertritt, verkehrt er seine edlen Gaben in eine Lockung zur Sünde. Begabung, Fähigkeiten, Mitgefühl, ja selbst großmütige und edle Taten können Schlingen Satans werden, durch die andere Menschen für dieses und das ewige Leben ins Verderben geraten. {BL 79.2; MB.94.2}


„Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. So jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.“ 1. Johannes 2,15.16. {BL 80.1; MB.95.1}


S. 80 - „Sorget nicht“ - Auf die Blütenblätter der Lilie hat Gott eine Botschaft für dich geschrieben. Er hat sie dort mit Schriftzeichen festgehalten, die dein Herz nur dann entziffern kann, wenn es nicht mehr in die Schule des Zweifels, der Selbstsucht und der nagenden Sorge geht. … Hat er aber die Natur so reich mit Schönheit bedacht, dich glücklich und froh zu machen, wie kannst du dann zweifeln, daß er dich mit allem Lebensnotwendigen versorgen werde? {BL 80.5; MB.96.1}

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