Der Granatapfel im Kampf gegen Krebs und Co.



Der Granatapfel mit seiner leuchtend roten Farbe und seinen süss-sauren Perlen im Inneren, ist schon seit Jahrhunderten in den Mythen und Legenden zuhause. Doch was steckt wirklich hinter dieser Frucht, bei der manche sagen, sie wäre die verbotene Frucht aus dem Garten Eden. Auch wenn ich nicht denke, dass es diese Frucht war, die unsere Vorfahren assen und dadurch die Sünde begann, die sie schlussendlich aus dem Paradies verwies, kann ich mir dennoch gut vorstellen, dass sie mehr enthält, als nur diese Legenden die um sie ranken.

Der Granatapfel, Latein Punica granatum, ist eine Frucht, die im westlichen bis mittleren Asien zuhause ist. Die Erntezeit liegt zwischen September und Dezember. Sie kann getrocknet und frisch gegessen werden, als Saft, in süssen Desserts oder orientalischen Gerichten. Sie ist vielfältig anwendbar. Doch auch wenn man ihrem Geschmack nicht sonderlich verfallen ist, kann man sie gut als Essigersatz in Salatsaucen etc. einsetzten.


Die rot leuchtende Schale und das rot glänzende Fruchtfleisch zeigt dem Betrachter schon an, wie sehr diese mit Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen geladen ist. Diese sekundären Pflanzenstoffe und vor allem die Antioxidantien, dienen als Schutz und Immun-Booster für unseren Körper.

Prostatakrebszellen

Mehrere Studien haben schon bewiesen, dass die sekundären Pflanzenstoffe (v.a. die Ellagsäure und das Luteolin) in der Lage sind Krebszellen zu zerstören. Sogar bei Lungen-, Haut-, Darm oder Prostatakrebs können diese kleinen Kerne helfen, dies zeigten eindeutige Tierversuche im Labor. Die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler hat sich vor allem auf die Effektivität von Granatapfelxtrakten gegen Prostatakrebs gerichtet. Der PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) der Probanden sank nachweislich nach nur 18-Monaten Forschungsprogramm, dies fanden die Wissenschaftler der John Hopkins Universität im amerikanischen Baltimore mit ihren Tests heraus.


Der Granatapfel enthält spezifische Inhaltsstoffe, die gegen Metastasenbildung bei Prostatakrebs halfen. Dies gab den Wissenschaftlern der University of California Riverside Anlass zur Vermutung, dass Ähnliches für die Brustkrebsbehandlung zutreffen könnte.



Bereits eine 1% Lösung (ca. 3 Gläser Granatapfelsaft) brachte das Krebszellenwachstum (Brustzelle) zum Stillstand. Diese Wirkung führt man auf die erhöhte Genexpression zurück, dadurch werden den metastatischen Prozessen entgegengewirkt. Es hindert die Tumorzellen daran auf das umliegende Gewebe überzugreifen.

Mit der 5% Lösung kam dann der Durchbruch bei der Brustkrebsforschung. Bei dieser Lösungsmenge wird das Krebswachstum nicht nur gestoppt, sondern bereits existierende Krebszellen werden abgetötet.

Weiter konnte die positive Wirkung auf unseren Zytokinen beobachtet werden.

Wissenswertes: Die verschiedenen Zytokine sind wichtige regulatorische Eiweisse (Peptide) in unserem Körper. Sie sind entscheidend für unsere Immunreaktion und helfen uns im Kampf gegen Entzündungsprozesse und Metastasierungen. Die Zytokine können proinflammatorisch oder aber auch antiinflammatorisch sein.

Die im Granatapfel stark vorkommenden Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoff) helfen nicht nur gegen Krebs und Arthritis, sondern auch gegen Herz- und Immunschwäche. Sie haben mehr Polyphenole als Rotwein oder Blaubeeren. Eine Studie zu Herzkrankheiten, als auch eine Studie zu verengten Halsschlagadern, bewies die Wirksamkeit dieser Frucht. Schon bei einer Einnahme von 240 ml Granatapfelsaft erhöhte sich bei herzkranken Menschen die Herzmuskeldurchblutung signifikant. Auch die Ablagerungen der Patienten mit verengter Halsschlagader verminderten sich nach einem Jahr um bis zu 35%.

Der Blutdruck lässt sich mit der Einnahme von Granatäpfeln spürbar und signifikant senken. Das Trinken eines frischen Granatapfelsaftes oder das Essen der Kerne wirkt sich positiv auf den Verdauungstrakt aus und hilft dabei diesen zu regulieren. Der regelmässige Verzerr der Früchte wirkt mit den vielen Antioxidantien nicht nur gegen die oben genannten Erkrankungen, sondern auch gegen Entzündungen im ganzen Körper.

Granatäpfel können auch gegen diese Krankheiten und Beschwerden helfen: Adipositas Erhöhter Cholesterinspiegel Bluthochdruck Entzündungen Stoffwechselerkrankungen Verdauungsproblemen Gefäßverkalkungen Krebserkrankungen

Nebenwirkungen gibt es nur selten aber wenn, dann sind sie bei zu hoher Dosierung entstanden. Hochdosiert können die Granatapfelprodukte zu Schwindel, Sehstörungen, Zittern oder einem erhöhten Blutdruck führen.

Studien:

Granatapfelpolyphenole hemmen Prostatakrebs: Klinische und präklinische Daten über die Wirkung von Granatapfelpolyphenolen. Dr. med. Ludwig Manfred Jacob


Jacob LM: Granatapfelpolyphenole gegen Prostatakarzinom Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2008; 40: 112–119


Rocha A et. al., "Pomegranate juice and specific components inhibit cell and molecular processes critical for metastasis of breast cancer" Breast Cancer Res Treat. 2012 Oct 12. (Granatapfelsaft und bestimmte Bestandteile hemmen Zellprozesse und molekulare Prozesse bei metastasiertem Brustkrebs)

Adhami VM et. al., "Cancer Chemoprevention by Pomegranate: Laboratory and Clinical Evidence" Nutr Cancer. 2009 November; 61(6): 811815. (Granatapfel als Chemoprävention: Labortests und klinischer Nachweis)

Paller CJ et. al., "A randomized phase II study of pomegranate extract for men with rising PSA following initial therapy for localized prostate cancer" Prostate Cancer Prostatic Dis. 2012 Jun 12. (Randomisierte 2-Phasen-Studie von Granatapfelextrakt während Initialtherapie gegen Prostatakrebs bei Männern mit erhöhtem PSA)

Jeune MA et. al., "Anticancer activities of pomegranate extracts and genistein in human breast cancer cells" J Med Food. 2005 Winter;8(4):469-75. (Krebshemmende Aktivitäten von Granatapfelextrakt und Genistein in menschlichen Brustkrebszellen)

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